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Zahlen und Fakten

Initiator: New Life Quality AG, Schönefeld

Investitionsobjekte: mittelständische Unternehmen in Deutschland, sämtliche Branchen

Regionale Konzentration: Berlin und Brandenburg (anfangs)

Steuerliche Struktur: vermögensverwaltend, hoher Anteil der Erträge im Halbeinkünfteverfahren

Investitionsparameter: Investitionskapital muß durch staatliche Bürgschaften (oder vergleichbar) abgesichert sein

Mindestzeichnungssumme: EUR 10.000 zzgl. 5 % Agio

Geplante Laufzeit: erstmalige Kündigung durch Anleger möglich zum 31. 12. 2017

Geplante Rendite: 8 % p. a. (vor Steuern), Rest wird 60:40 verteilt

Gesamtinvestition: EUR 10 Mio. zzgl. 5 % Agio

Fremdkapital: nein

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Investmentanalyse vom 15.03.2008

NLQ New Life Quality 3

Die NLQ AG stellt ihren ersten Fonds vor - Investitionen in mittelständische Unternehmen, die über ein bestehendes Netzwerk selektiert werden sollen. Das Besondere dabei: Die Investition wird mit einer Umsatzbeteiligung belohnt, und es müssen sehr hohe Ausfallbürgschaften vorliegen. Der Prospekt des Angebots ist deutlich verbesserungsfähig.

Der Initiator

Die New Life Quality AG, Schönefeld, wurde 2007 gegründet. Hinter dem Unternehmen stehen eine Beteiligungsgesellschaft aus der Schweiz und Entscheidungsträger, die aus der Vertriebsführung kommen. Eine direkte Emissionserfahrung liegt damit augenscheinlich nicht vor. Das angestrebte Gesamtplazierungsvolumen von EUR 42 Mio. (incl. Agio) für drei reine Eigenkapitalfonds erscheint für das Erstlingswerk sehr sportlich. Der Außenauftritt wirkt professionell.

Schwächen – Erstlingswerk, damit noch keine Leistungsbilanz.

Note für Außenauftritt – B.

Der Prospekt

Mit rund 94 Seiten fällt der Prospekt schlank aus. Formaltechnisch vollständig, ist die Darstellung ausgesprochen trocken und reizlos. Inhaltlich vermisse ich einige entscheidungswichtige Informationen. So fehlen Aussagen zum bestehenden Netzwerk. Zudem wird nicht erwähnt, daß der Partner gleichzeitig die laufende Buchhaltung für die Zielunternehmen übernehmen soll - dies ist für die laufende Kontrolle der Zielinvestments von entscheidender Bedeutung.

Schwächen – In der Aufmachung deutlich verbesserungsfähiger Prospekt. Entscheidungsrelevante Fakten fehlen.

Der Markt

Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen werden in zwei unterschiedliche Formen unterteilt: Bei Venture Capital (VC) ist ein Unternehmen noch relativ jung, so daß für den Anleger die Qualität und die damit verbundenen Erfolgsaussichten des Unternehmensgegenstandes schwer abzuschätzen sind. Bei Private Equity (PE) ist das Unternehmen in aller Regel in seinem Marktsegment etabliert. Ein Erfolg läßt sich anhand fundamentaler, durch Wirtschaftsprüfer testierter Daten, bestehender Kundenbeziehungen und Vorjahreszahlen besser einschätzen. In aller Regel wird PE für Wachstumsfinanzierungen (Mezzanine) genutzt. Vor allem im Zeichen immer vorsichtiger agierender Banken (Basel II) stehen dem interessierten Anleger bemerkenswerte Potentiale offen. Der Fonds soll in erster Linie in etablierte Unternehmen der Bundesländer Berlin und Brandenburg investieren, da hier besondere Netzwerke bestehen sollen. Durch den Geldzufluß aus dem Fonds sollen die Zielunternehmen deutliche Umsatzsteigerungen erreichen können. An diesen wird der Fonds partizipieren. Der vorliegende Fonds minimiert das Schadensrisiko durch Ausfallbürgschaften.

Stärken – Interessanter Markt mit einem guten Renditepotential. Hohe Grundabsicherung durch Umsatzorientierung und Ausfallbürgschaften.

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