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Zahlen und Fakten

Initiator: Lloyd Fonds

Investitionsobjekt: britische Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen

Steuerliche Struktur: gewerblich, Gesellschaft österreichischen Rechts

Investitionsparameter: mind. 75% des Portfolios A (Standard & Poor's), max. 25% mind. BBB, Anfangsbestand über 1.000 Policen

Mindestzeichnungssumme: EUR 10.000 zzgl. 5% Agio

Geplante Laufzeit: erstmalige Kündigung durch Anleger zum 31.12.2018

Geplante Ausschüttungen: 7% p.a. ab 12.2006; insgesamt 230%

Prognostizierte durchschnittliche Policenrendite: 10,5%

Kommanditkapital: EUR 20,75 Mio. (+ EUR 15 Mio. möglich)

Fremdkapital: GBP 13 Mio.

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Investmentanalyse vom 12.11.2004

Lloyd Fonds Britische Leben I

Der Initiator

Der Initiator Lloyd Fonds wurde im Jahr 1995 gegründet und im Dezember 2001 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Bisher wurden 43 Schiffsfonds und 3 Flottenfonds, 1 Fonds regenerativer Energien und 1 Immobilienfonds initiiert. Das bisherige Investitionsvolumen liegt bei über EUR 1 Mrd. Bisher haben sich rund 9.500 Anleger an den Fonds beteiligt. Das vorliegende Angebot ist das erste seiner Art. Der Initiator kann also grundsätzlich als erfahren gelten.

Schwächen - Das vorliegende Angebot ist das erste seiner Art.

Stärken - Insgesamt ist der Anbieter sehr erfahren.

Der Prospekt

Der nach IDW-S4 verfaßte Prospekt fällt mit 80 Seiten vergleichsweise schlank aus. Die vorgeschriebenen Eckdaten sind vollständig vorhanden. Die Verträge sind umfassend aufgeführt. Die Markterläuterung, sowie die Partnerdarstellung sind hervorragend gelungen. Die Sprachführung und Prospektgestaltung sind gut.

Stärken - Ein überdurchschnittlich aufbereiteter Prospekt.

Der Markt

Seit über 150 Jahren werden Zweitmarkt-Lebensversicherungen gehandelt. In 2002 betrug das Marktvolumen des TEP-Marktes ca. EUR 900 Mio. pro Jahr. Der Zweitmarkt ist in UK etabliert und hochtransparent. Der Kauf- bzw. Marktpreis einer Police errechnet sich aus ihrer voraussichtlichen Ablaufleistung, abdiskontiert auf den Zeitpunkt des Ankaufes der Police, und liegt oberhalb des Rückkaufswertes. Für den Käufer ist der Erwerb einer laufenden Police eine attraktive Investition, da er die Police zu einem Preis erwirbt, der unterhalb des sogenannten inneren Wertes liegt. Die von der Versicherungsgesellschaft gutgeschriebenen Boni sowie die Versicherungssumme sind bei Fortzahlung der Prämien garantiert, bei vorzeitiger Kündigung werden sie jedoch nicht in voller Höhe ausgezahlt. Hinzu kommt der regelmäßig erhebliche Schlußgewinnanteil, der nur bei Erreichen der Fälligkeit zur Auszahlung kommt und bei vorzeitiger Kündigung entfällt oder nur zu einem Anteil berücksichtigt wird. Der Erwerber profitiert weiterhin von der Tatsache, daß der größte Teil der administrativen Kosten der Versicherungsgesellschaft aus den Prämienzahlungen der Anfangsjahre bereits beglichen ist. Als Marktteilnehmer treten in Großbritannien spezialisierte „Market Maker“ auf. Sie fungieren als Makler, die die Versicherungspolicen vor dem Erwerb einem Bewertungsprozeß unterwerfen. Der Market Maker prüft mittels eines hierfür spezialisierten Anwaltes die Berechtigung des Ver-äußernden, der sein Eigentum nachweisen muß. Die Policen werden vom Market Maker angekauft und an Investoren weiterver-äußert, wobei der Market Maker eine Gewinnmarge einbehält. Der Markt ist heute schon ziemlich überlaufen. Ingesamt bewegen sich die avisierten Fondsvolumina bei rund EUR 300 Mio., damit bei einem Drittel des Gesamtmarktes. Zu viele Käufer von Policen, um die benötigte Anzahl zu erwerben, werden zwangsläufig preistreibend wirken. Laut Aussage des Initiators, sei das Angebot das erste auf dem Markt gewesen. Damit ergäbe sich ein Wettbewerbsvorsprung, vor allem beim Einkauf.

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