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Zahlen und Fakten

Initiator: Pretagus GmbH, Hamburg

Investitionsobjekt: stille Beteiligung an der PGD Projektgesellschaft Diamant GmbH

Investitionsfokus: Großhandel von physischen geschliffenen Diamanten

Steuerliche Einordnung: Einkünfte aus Kapitalvermögen, Abgeltungsteuer

Laufzeit: geplant bis zum 31. 12. 2020

Mindestbeteiligung: EUR 3.000 zzgl. 5 % Agio, Einzahlung auch als Ratensparer möglich

Fondskapital: EUR 10 Mio. zzgl. 5 % Agio

Mindestkapital: nein

Plazierungsende: verlängert bis 30. 09. 2013

Fremdfinanzierung: nein

Ausschüttungen: Jahresüberschüsse werden ausgeschüttet, die Höhe wird im Prospekt nicht prognostiziert

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Investmentanalyse vom 25.04.2013

Pretagus Diamant Fonds

Das Fondskapital wird mittelbar über eine stille Beteiligung für den An- und Verkauf geschliffener Diamanten verwendet. Der Fonds wird Diamanten zu Großhandelspreisen mit Rabatten erwerben und durch aktives Handelsgeschäft sowie die zu erwartende Wertsteigerung bei geschliffenen Diamanten Erlöse erwirtschaften. Die Investments sind stets durch physische Ware hinterlegt, das Risikoprofil des Fonds ist insgesamt positiv.

Der Initiator

Die Pretagus GmbH Hamburg, gegründet Ende 2011, bietet mit dem Diamant Fonds ihr Erstlingswerk an. Die Verantwortlichen im Emissionshaus sind laut Vita sämtlich erfahren im Bereich Finanzwirtschaft, Marketing und Betriebsführung. Auch im Emissionsgeschäft liegen mehrere Jahre Erfahrung vor. In die Leitung der Beteiligungsgesellschaft ist mit Alexandra Breuer eine zertifizierte Diamanthändlerin eingebunden. Der Vertrieb der Fondsanteile, eine der üblichen Schwachstellen neuer Emittenten, ist professionell organisiert und auf eine Vielzahl von Vertrieben verteilt. Auch wenn die prospektierte Zielvorgabe einer Vollplazierung Ende 2012 nicht erreicht wurde, so sind zum Zeitpunkt dieser Analyse laut Emittentin rund EUR 2 Mio. Eigenkapital eingesammelt. Im Sommer 2012 wurde laut Emittentin ein erstes Handelsgeschäft abgewickelt mit einer Marge von 9 %.

Auf Fragen im Rahmen der Analyse reagierte der Initiator umgehend und mit sämtlichem relevanten Material.

Schwächen – Das vorgelegte Angebot ist der erste Publikumsfonds des Emissionshauses.

Stärken – Sämtliche Verantwortlichen können in ihren Sparten langjährige Erfahrungen nachweisen.

Der Markt

Diamanten stellen, ähnlich wie Gold oder Platin, eine attraktive Sachwertanlage dar. Neben der hohen Wertbeständigkeit bieten sie eine maximale Wertkonzentration auf kleinstem Raum, sind damit quasi das Äquivalent zu einem mobilen Sachwert. Diamanten sind aber in keiner Weise „Wertspeicher des kleinen Mannes“, weil er keinen Zugang zu den internationalen Handelsplätzen hat und auch die Einstiegssummen hoch sind. Der Diamantenmarkt ist für den Endverbraucher nur schwer einschätzbar. Rund 80 % der geförderten Rohware geht in den industriellen Gebrauch. Die Anbieterseite wird von relativ wenigen großen Förderunternehmen dominiert, die auf spezialisierte Großhändler treffen. Diese sind vertraglich verpflichtet, von den Großanbietern monatliche Mindesttranchen abzunehmen und in den Markt zu bringen. Daneben existiert eine Vielzahl kleiner Händler und Verarbeitungsbetriebe. Wie in jedem Gewerk besetzen die Kleinbetriebe Nischen. Im Diamanthandel sind derartige Betriebe spezialisiert auf bestimmte Farben, Formen und Größen, Schlifformen und Kundenkreise. Für den Verbraucher interessant: Im Großhandel sind satte Einkaufsrabatte üblich – wie in jedem anderen Handel auch. Vor allem Großhändler, die schlecht geschliffene Steine veräußern wollen oder aus Umsatzdruck, d. h. um die Verträge ihres Großanbieters bedienen zu können, veräußern müssen, lassen hohe Rabatte zu. Für den Zwischenhändler sind Handelsmargen von 2 bis 3 % normal.

Der tatsächliche Preis der einzelnen Diamanten wird gutachterlich festgelegt, sobald der Schleifprozeß abgeschlossen ist. Der mögliche Handelspreis richtet sich nach dem sog. Rapaport-Bericht, einer Wertliste, die jeden Donnerstag aktualisiert an die Abonnenten, in der Regel Diamanthändler, versandt wird.

Beim vorliegenden Angebot wird neben einem Zwischenhandel auch auf die erwartete Wertsteigerung gesetzt.

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