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Zahlen und Fakten

Initiator: Rising Star

Investitionsobjekt: AUDA Capital IV Fondsprogramm, per Feeder-Fund

Konzeption: Dachfonds, atypisch stille Beteiligung

Steuerliche Struktur: vermögensverwaltend

Investitionsparameter: 15 Zielfonds in den USA, die vom Partner ausgewählt werden; Investmentfocus zu 80% Nordamerika

Mindestzeichnungssumme: EUR 10.000, zzgl. 5% Agio

Geplante Laufzeit: mindestens 10 Jahre

Geplante Ausschüttungen: 14,1% p.a.

Gesamtinvestition: US-$ 25 Mio.

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Investmentanalyse vom 18.07.2005

Rising Star Private Equity

Der Initiator

Anbieter der vorliegenden Beteiligung ist die „Star Private Equity Management GmbH, Bottighofen, Schweiz“. Mutter ist die Rising Star AG, Schweiz. Der Initiator ist dem Partner AUDA seit 2002 verbunden. Zusammen wurden bisher EUR 300 Mio. in Hedgefonds angelegt. Das vorliegende Angebot ist der erste Publikumsfonds der Unternehmensgruppe. Über den Initiator und den Partner werden im Prospekt keine Aussagen bez. einer Qualifikation der Entscheidungsträger getroffen. Auf Nachfrage liefert die Muttergesellschaft über die Homepage umfangreiche Unterlagen über die Expertise des Partnerunternehmens. Tatsächlich sieht sich der Anbieter des vorliegenden Fonds quasi als „Sammelstelle“ für das AUDA Fondsprogramm.

Der Prospekt

Der Prospekt ist mit 66 Seiten ungewöhnlich kurz. Dies liegt unter anderem daran, daß der Emittent keinen Wert auf eine sonderlich ansprechende Präsentation zu legen scheint. Laut Aussage des Initiators ist dies auf die neuen Bafin-Vorgaben zurückzuführen. Hier führen primär Juristen die Feder. Diese interessieren sich offenbar in keiner Weise für geschmeidige und für den Endverbraucher verständliche Darstellung. Teils fehlen in meinen Augen entscheidungswichtige Fakten, so ist die Expertise des Emissionshauses nicht dokumentiert. Wichtige Kernaussagen sind mißverständlich dargestellt. Es ist in meinen Augen mehr als zweifelhaft, ob eine Prospekterstellung rein durch Juristen wirklich im Sinne einer positiven Produktdarstellung sein kann. Ein Emissionsprospekt soll zu einer Kaufentscheidung motivieren, hat also per definitionem immer noch marketingtechnische Relevanz.

Schwächen - Inhaltlich zwar vollumfassend, aber für den Endverbraucher zu trokken und uninteressant dargestellt.

Der Markt

Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen werden in zwei unterschiedliche Beteiligungsformen unterteilt: Bei Venture Capital (VC) ist ein Unternehmen noch relativ jung, so daß für den Anleger die Qualität und damit verbundenen Erfolgsaussichten des Unternehmensgegenstandes schwer abzuschätzen ist. Ebenso sind die Managementqualität und das Marktumfeld in aller Regel noch große Unbekannte. Bei einer Anlage korreliert eine weit überdurchschnittliche Renditechance mit einem vergleichsweise hohen Risiko. Bei Private Equity (PE) stellt sich die Situation anders dar: Das Unternehmen ist in aller Regel bereits in seinem Marktsegment etabliert. Ein Erfolg läßt sich hier anhand fundamentaler, durch Wirtschaftsprüfer testierte Daten, bestehende Kundenbeziehungen und den Ergebnissen der Vorjahre besser einschätzen. In aller Regel benötigt ein solches Unternehmen zusätzliches Kapital für eine Wachstumsfinanzierung. Der Markt ist hochattraktiv. Vor allem im Zeichen immer vorsichtiger agierender Banken stehen dem interessierten Anleger bemerkenswerte Potentiale offen. Die Zahlen sprechen für sich: Das Investitionsvolumen in Europa belief sich in 2003 auf rund EUR 23 Mrd., in den USA liegt das Volumen bei einem Vielfachen. Die Schwierigkeit besteht für den Marktteilnehmer darin, „die Spreu von Weizen“ zu trennen.

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