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Zahlen und Fakten

Initiator: Shedlin Capital AG, Nürnberg

Investitionsobjekt: deutsches Krankenhauszentrum (German General Hospital) in Abu Dhabi, VAE, Einnahmen aus Stadtklinik (German Clinic) und aus Verschickung von Patienten nach Deutschland

Steuerliche Struktur: Einnahmen aus Vermögensverwaltung

Mindestzeichnungssumme: EUR 15.000 zzgl. 5 % Agio

Fondslaufzeit: geplant 6,5 Jahre, erstmalige Kündigung durch Anleger zum 31. 12. 2014 möglich

Emissionskapital: EUR 48 Mio., max. EUR 50 Mio. zzgl. Agio

Mindestkapital: EUR 400.000

Fremdkapital: nein

Ausschüttungen: von 2 % p. a. steigend auf 24 % p. a., kumuliert 176,7 %

Ergebnisverteilung: 2,05 % Ergebnisvorab an Gründungsgesellschafter, dann 12 % Vorzugsausschüttung an Anleger, Rest wird 60:40 verteilt auf Anleger und Shedlin

Weichkosten: 18,09 % incl. Agio

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Investmentanalyse vom 27.03.2008

Shedlin Middle East Health Care 1

Die junge Shedlin-Gruppe legt als zweiten Publikumsfonds eine Investition in medizinische Zentren in Abu Dhabi vor. Die Konzeptqualität ist sehr gut. Trotz der relativ hohen Kosten kann der Anleger eine hohe Rendite erwarten, gepaart mit einer sehr hohen Anlagesicherheit.

Der Initiator

Die Shedlin Capital AG, Nürnberg, wurde 2007 gegründet. Seit 2005 bietet die Unternehmensgruppe einen offenen Fonds an, das vorliegende Angebot ist der zweite geschlossene Publikumsfonds. Die einzelnen Entscheidungsträger sind nachweislich im Kapitalmarkt erfahren und gut etabliert. Für die fehlende Expertise werden qualifizierte externe Berater eingebunden. Der Außenauftritt ist professionell und sehr ansprechend.

Schwächen – Noch keine aussagekräftige Leistungsbilanz möglich.

Stärken – Erfahrene Entscheidungsträger, professionelle eingebundene Partner.

Note für Außenauftritt – B.

Der Prospekt

Mit rund 166 Seiten fällt der Prospekt überdurchschnittlich umfangreich aus. Die Aufmachung und die Textführung sind gelungen. Inhaltlich werden dem Leser weit über die Anlage hinaus reichende Hintergrundinformationen geboten.

Schwächen – Zu viele anlageirrelevante Hintergrundinformationen.

Stärken – Gelungene Aufmachung.

Der Markt

Der Bedarf an qualifizierter medizinischer Betreuung ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ausgesprochen groß: Seit den 1960er Jahren wurde keine moderne und vor allem flächendeckende Versorgung forciert. Heute liegt die Abdeckung bezogen auf das Angebot an Krankenhausbetten je Einwohner in den VAE bei rund 1 / 5 der Abdeckung in Europa. Dazu kommen noch eine im Durchschnitt veraltete Technik und schlecht ausgebildetes Personal. Die wenigen existierenden modernen Privatkliniken bieten völlig unzureichende Bettenzahlen (im Prospekt werden Größen bis zu 50 Betten aufgeführt). In Folge boomt bei zahlungskräftigen Patienten der Medizintourismus: Der Prospekt spricht von aktuell bis zu 5.000 Patienten, die jährlich alleine nach Deutschland zu Behandlungszwecken einreisen. Die Schwierigkeiten liegen auf der Hand: Die Abrechnung der Leistungen überfordert deutsche Leistungsgeber, die nicht auf Barzahler ausgerichtet sind. Zudem sind konkrete Kosten erst nach Abschluß einer Behandlung berechenbar - zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Patient aber wieder in den VAE. Dazu kommt noch das Problem der Nachbehandlung. Mit dieser sind lokale Krankenhäuser überfordert, was in Folge wieder den Behandlungserfolg torpediert. Generell bestehen auch bedeutende kulturelle Unterschiede im Umgang mit Patienten. Empfänger aus dem muslimischen Kulturraum fühlen sich von westlichem Personal suboptimal behandelt. Die Umsatzzahlen im Markt sind beeindruckend: Bis zu den Anschlägen 2001 wurden durch den Medizintourismus laut Prospekt rund USD 1,4 Mrd. pro Jahr umgesetzt, davon werden mindestens USD 700 Mio. Patienten aus dem arabischen Raum zugerechnet. Die grundlegende Neuausrichtung der VAE - die Entwicklung des beispielhaften Dubai ist allgemein bekannt - soll unter anderem darin kulminieren, daß künftig Patienten in die VAE zu Behandlungszwecken reisen sollen, anstatt das Ausland aufsuchen zu müssen. Durch die Entwicklung von hochmodernen Medizinzentren, die auch in der Forschung tätig sein werden, soll hier für international attraktive Anlaufstellen gesorgt sein.

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